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                            Vereinsstatuten  Asatru Schweiz Vers. 1.4


1. Name und Sitz

Unter dem Namen „Asatru Schweiz“ besteht ein Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB in der Schweiz.
Der Sitz des Vereins ist Zürich.


2. Zweck

Der Verein versteht sich als religiöse Glaubensgemeinschaft.
Zweck der Gemeinschaft ist die Ausübung und Förderung der heidnischen, germanischen Religion, sowie deren Verständnis und Weiterentwicklung in die heutige Zeit.
Weiterhin ist es Aufgabe des Vereins den Gemeinschaftssinn, das Wissen, das Praktizieren und Erleben des heidnisch, germanischen Glaubens der Vereinsmitglieder und dessen Umfeldes zu fördern.
Die persönlichen Glaubensvorstellungen und Praktiken der einzelnen Mitglieder, unterliegen nicht der Beurteilung des Vereins oder seiner Kritik. Sie sind Privatsache.
Ferner soll der Austausch mit anderen nationalen und internationalen, heidnischen Gruppen und Vereinen gepflegt werden, die gleiche oder ähnliche Ziele verfolgen.
Der Verein begegnet anderen Religionen mit Respekt und Toleranz, da er die germanische Religion keineswegs als etwas Besseres betrachtet.


3. Mittel

Zur Verfolgung des Vereinszweckes kann der Verein Mitgliedsbeiträge beschliessen. Dies wird jährlich von der Generalversammlung (nachfolgend Thing genannt) festgelegt.
Bei einer Betragspflicht ist es möglich einzelne Mitglieder davon zu befreien. Den Entscheid darüber führt der Vorstand.
Weiterhin verfügt der Verein über Spenden und anderen freiwilligen Zuwendungen.


4. Mitgliedschaft

Mitglied mit Stimmberechtigung kann jede natürliche und juristische Person werden, gleichgültig Ihrer Herkunft und Nationalität, die ein Interesse an der Ausübung und Förderung des heidnischen, germanischen Glaubens (Asatru) hat, und das 16. Lebensjahr vollendet hat.
Für eine Aufnahme muss ein natürlicher Anwärter an mindestens zwei offiziellen Treffen (z.B. Stammtischen) teilgenommen haben, um ein gegenseitiges Kennenlernen zu ermöglichen.
Eine Ehrenmitgliedschaft für besondere Verdienste, kann durch das Thing durch einfache Mehrheit verliehen werden. Er entscheidet auf den Vorschlag eines Mitgliedes.
Aufnahmegesuche sind schriftlich an den Vorstand zu richten; welcher auch über die Aufnahme entscheidet.


5. Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:
bei natürlichen Personen durch Austritt, Ausschluss oder Tod
bei juristischen Personen durch Austritt, Ausschluss oder Auflösung


6. Austritt und Ausschluss

Ein Vereinsaustritt ist jederzeit möglich. Das Austrittsschreiben muss schriftlich an den Vorstand gerichtet werden.
Ein Mitglied kann jederzeit ohne Grundangabe aus dem Verein ausgeschlossen werden. Der Vorstand fällt einstimmig den Ausschlussentscheid.
Geleistete Mitgliedsbeiträge werden bei einem Ausscheiden aus dem Verein nicht zurückerstattet.
Eine Vermischung unseres Glaubens mit rechtsextremen, rassistischen oder anderen diskriminierenden Überzeugungen wird nicht toleriert, und führt zum Ausschluss.


7. Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:
a) das Thing (Generalversammlung)
b) der Vorstand
c) die Rechnungsrevisoren



8. Das Thing ( Generalversammlung )

Das oberste Organ des Vereins ist das Thing. Ein ordentliches Thing findet jährlich statt.
Zum Thing werden die Mitglieder 4 Wochen im Voraus schriftlich eingeladen, unter Beilage der Traktandenliste. Einladungen per E-Mail sind gültig.
Traktandierungsanträge für das Thing sind spätestens 6 Wochen vorher schriftlich an den Vorstand zu richten.
Der Vorstand, oder 2/5 der Mitglieder können jederzeit die Einberufung eines ausserordentlichen Things unter Angaben des Zwecks verlangen. Die Versammlung hat spätestens 3 Monate nach Eingang des Begehrens zu erfolgen.
In der Regel finden Abstimmung offen, per Handzeichen statt. Durch 25% der anwesenden Mitglieder kann eine geheime Abstimmung beantragt werden.
Am Thing besitzt jedes Mitglied eine Stimme; die Beschlussfassung erfolgt mit einfachem Mehr, soweit nicht anders festgelegt.

Das Thing (Generalversammlung) hat die folgenden unentziehbaren Aufgaben:
a) Wahl bzw. Abwahl des Vorstandes sowie der Rechnungsrevisoren
b) Festsetzung und Änderung der Statuten
c) Abnahme der Jahresrechnung und des Revisorenberichtes
d) Beschluss über das Jahresbudget
e) Festsetzung des Mitgliederbeitrages
f) Beschlussfassung über weitere von den Mitgliedern oder dem Vorstand eingebrachte Anträge.


9. Der Vorstand

Der Vorstand besteht aus mindestens 3 Personen, nämlich dem Präsidenten, dem Kassier sowie dem Aktuar. Die weitere Aufgabenverteilung (z.B. Stv. Präsident) regelt der Vorstand unter sich selbst.
Die Amtszeit des Vorstandes beträgt 2 Jahre. Der Präsident wir an gerade Jahren ( 2018, 2020... ), die übrigen Vorstandsmitglieder an ungeraden Jahren ( 2017, 2019 ... ) neu gewählt.
Der Vorstand vertritt den Verein nach aussen und führt die laufenden Geschäfte.
Der Vorstand organisiert das jährliche Thing (Generalversammlung) und stellt regelmässige Stammtische und Jahreskreisfeste sicher. Die Teilnahme an den Stammtischen und Jahreskreisfesten ist unabhängig der Vereinszugehörigkeit.
Er kann Arbeitsgruppen einsetzen.
Der Vorstand versammelt sich, sooft es die Geschäfte verlangen. Jedes Vorstandmitglied kann unter Angabe der Gründe die Einberufung einer Sitzung verlangen.
Sofern kein Vorstandsmitglied eine mündliche Beratung verlangt, ist die Beschlussfassung auf dem Briefweg (auch E-Mail) gültig.
Der Vorstand ist ehrenamtlich tätig.
10. Die Revisoren

Die Generalversammlung wählt jährlich zwei Rechnungsrevisoren, welche die Buchführung kontrollieren, und mindestens einmal jährlich vor dem Thing eine Stichkontrolle durchführen.


11. Unterschrift

Der Verein wird durch die Kollektivunterschrift des Präsidenten zusammen mit einem weiteren Mitglied des Vorstandes vertreten.

12. Haftung

Für die Schulden des Vereins haftet nur das Vereinsvermögen. Eine persönliche Haftung der Mitglieder ist ausgeschlossen.


13. Statutenänderung

Die vorliegenden Statuten können abgeändert werden, wenn zwei Drittel der anwesenden Mitglieder dem Änderungsvorschlag zustimmen.


14. Auflösung des Vereins

Die Auflösung des Vereins kann mit zwei Drittel Mehrheit beschlossen werden, wenn drei Viertel aller Mitglieder an der Versammlung teilnehmen.
Nehmen weniger als drei Viertel aller Mitglieder an der Versammlung teil, ist innerhalb eines Monats eine zweite Versammlung abzuhalten. An dieser Versammlung kann der Verein dann mit einfacher Mehrheit aufgelöst werden, wenn weniger als drei Viertel der Mitglieder anwesend sind.
Bei einer Auflösung des Vereins fällt das Vereinsvermögen an eine Institution, welche den gleichen oder einen ähnlichen Zweck verfolgt. Der Empfänger des Vereinsvermögens muss vor der Auflösung vom Thing bestimmt werden.


15. Inkrafttreten

Diese Statuten sind an der Gründungsversammlung vom 19.09.2015 angenommen worden und sind mit diesem Datum in Kraft getreten.

letzte Änderung Stand vom 9.10.2016