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Germanenstämme in der Schweiz

Im Jahr 401 sahen sich die Römer genötigt die Truppen Ihrer Grenzbefestigungen  des Rheins abzuziehen und Ihre Provinzen schutzlos zurückzulassen. Was war passiert ? Die Westgoten, ein germanischer Stamm, war nach Oberitalien durchgebrochen, und bedrohte die Existenz Roms.

  Um dieser  begegnen zu können, wurde als letzter verzweifelter Versuch das weströmische Reich zu retten, jeder Soldat benötigt und die Grenzen entblösst.

Im Norden lebten  zwischen Donau Main und Rhein die Alamannen. 

Doch obwohl es zur Zeiten der römischen Herrschaft in der Schweiz immer wieder militärische Auseinandersetzungen und Raubzüge gegeben hatte, setzte nach heutiger Annahme kein plötzlicher "Alamannensturm" ein. Die Archäologen sprechen von einer allmählichen Besiedelung der heutigen Deutschschweiz durch den germanischen Stamm. Dabei wird davon ausgegangen, dass die Urbevölkerung sich mit den Neuankömmlingen vermischt hat, und keine Verdrängung stattfand.Ab 600 erlangen die Alamannen langsam die Majorität. Ihre Sprache und Kultur setzt sich letztlich durch. Diesem Umstand ist heute zu verdanken, das in den nördlichen und östlichen Gebieten der heutigen Schweiz, schwyzerdütsch gesprochen wird, das von Sprachforschern zur alamannischen Sprachfamilie gezählt wird. Die Gebiete, in denen  alemannische Mundart heute noch gesprochen wird umfassen weiterhin: die südlichen 2/3 von Baden-Württemberg, westliche Teile Bayerns, Lichtenstein, Vorarlberg und im Elsass.

Nicht so, bei den Burgundern und Langobarden. Die durch die Völkerwanderung heimatlosen germanischen Stämme, siedelten sich zwar ebenfalls in Gebieten der heutigen Schweiz an. ( Burgunder 443 in der Westschweiz /  Langobarden 569 im Tessin ). Diese übernahmen allerdings die lateinische Sprache der einheimischen Bevölkerung, aus der sich im laufe der Jahrhunderte das französische und italienische entwickelte.

Quellen: 

Die Schweiz zwischen Antike und Mittelalter, Andres Furger, Verlag NZZ 

Die Alamannen, Archaeologisches Landesmuseeum Baden Wuerttemberg, Theiss Verlag 

Die Alamanen, Karin Krupp, Theiss Verlag

www.Geschichte-Schweiz.ch

 

Kraftorte

 

Der Schalenstein in Grenchen

Der unter dem Namen «Heidenstein« bekannte Schalenstein wurde 1867  aufgefunden. Er befindet sich auf dem . Der Findling weist folgende  auf: 81 sichere und 29. fragliche Schalen und fünf Rinnen, die nicht alle künstlich sein müssen. Die Schalen sind ungefähr kreisrund. Über den Zweck der Anordnung der Schalen gibt es viele Theorien von denen keine letztlich bewiesen ist. Auch eine genaue Datierung der Bearbeitung des Steins fällt schwer. Im Allgemeinen wird davon ausgegangen das der Stein in vorrömischer Zeit bearbeitet worden ist.